Warum sollte man OpenStreetMap in der Schule unterrichten?

Mapping ist in vielen Gesellschaften und Interessengebieten anwendbar. Studenten im öffentlichen Recht, Gesundheitswesen, Internationale Angelegenheiten und Soziologie, um nur ein paar zu nennen, können Mapping brauchen um zu dokumentieren, archivieren, planen und mitarbeiten in sowohl lokalen, wie auch in internationalen Vorhaben. Die Zugänglichkeit und Flexibilität von OpenStreetMap macht es besonders geeignet für das Einbinden vom räumlichen Lernen in praktisch allen akademischen Fachrichtungen und Themengebieten.

Open Access

Open Source bedeutet Zugänglichkeit für alle, und Updates und Verbesserungen werden bequem online gemacht. Ein Grossteil des Mappings auf OSM kommt von Individuen oder Gruppen von Individuen, wie zum Beispiel Gemeinschaftsgruppen. Der Wert von OpenStreetMap konnte deutlich zum Tragen nach dem Erdbeben in Haiti in 2010, wo mit Karten geholfen wurde. Im ersten Monat nach dem Erdbeben haben über 600 Personen haben die Strassen und Infrastrukturen eingetragen, um eine vorübergehende Standartkarte für die ersten Helfer und Hilfeorganisationen, die dort arbeiteten, zu erstellen. Was als eine Katastrophenbewältigung begonnen hat, endete in einer dauerhaften Gemeinschat von Mitwirkenden, eine Gemeinschaft, die die haitische Karte weiterentwickelt hat für eine nachhaltige Entwicklung und Aufbau von Kapazitäten in der Gemeinschaft.

Sichtbarkeit der Gemeinschaft

OSM ist auch ein bekannter Weg für marginalisierte Gemeinschaften geworden, um sich wortwörtlich “selber auf die Karte montieren”. Ein gutes Bespiel dafür ist die Map Kibera-Initiative, ein Gemeinschaftsprojekt (mit OSM) für das Eintragen einer von Afrikas grössten Armenviertels, Heimat für mehr als einer halben Million Personen in Nairobi, Kenya. Die Strassen und Gebäudeinfastukturen (das Meiste davon unförmlich und planlos) können weder auf einer offiziellen Karte noch einer anderen wesentlichen Kartenplatform gefunden werden (einschliesslich Google Maps)

Warum OpenStreetMap ein wundervolles Hilfsmittel ist, um Geographie zu unterrichten (für alle):

  • Schüler sammeln direkte Erfahrung von Raum, Platz, Ort und Navigation.
  • Schüler erfahren Geographie mit einem 1:1 Massstab. Nichts ist besser als eine Strassenuntersuchung zu Fuss, da das Gelände förmlich die Karte ist. Schüler lernen über interagieren mit Landschaften
  • Geschichte prägende Ereignisse passieren meistens an bestimmten Orten aus geographischen Gründen, welche oft durch ein aktives mapping Projekt enthüllt werden.
  • Mapping und Geographie bietet sinnvolles Engagement für Schüler aller Altersstufen, das die Akamdemischen sowie auch die Karriere-Optionen erweitern kann. Schüler lernen über die Mapping-Technologien, über das Gestalten ihrer eigenen Welt, und das Repräsentieren der Welt kartographisch gesehen.
  • Mitwirken bei OSM mithilfe von Standortbegutachtungen, bearbeiten und dem treffen von anderen Mappern hilft um ein Gefühl des Ortes zu bekommen. Durch mappen erschaffen wir eine positive Beziehung mit anderen Bürgern der Gemeinschaft.
  • Mappen auf OpenStreetMap bietet Möglichkeiten, um bei laufenden Gemeinschaftsdienstprojekten oder Lerndiensteinsätzen teil zu nehmen. Individuen können mitwirken mit humanitären Hilfemassnahmen durch ein humanitären OpenStreetMap Team (HOT), durch die MapGive Initiative des US State Deparments und des Missing Maps Project.
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